Sven Wucherpfennig Platz 2 beim Ultra-Cross-Triathlon am Schwarzen Meer

Crosstriathlon 3/116/21 km Männer 12. Gesamt/M45 2. Sven Wucherpfennig 9:04:40 h (48:42/3:02/5:45:00 /1:48/2:26:08)

TG-Triathlet Sven Wucherpfennig wagte den Schritt zum großen Ultra-Cross-Triathlon unter dem Leitbild „Lion Heart“ (Löwenherz) im bulgarischen Primorsko (deutsch „Am Meer“), einem bekannten Seebad (4.000 Einwohner) mit weitem Sandstrand am Schwarzen Meer. Die Stadt Primorsko, heute auf einer kleinen felsigen Halbinsel gelegen, ist auf der Grundlage der versunkenen altthrakischen City von Ranuli entstanden.
Der Ultra-Cross-Triathlon fand zum 4. Mal statt und geht über die Distanzen 3 km Meeresschwimmen (2 Runden a 1,5 km)/116 km Cross mit dem Mountainbike (mit 2000 Höhenmeter)/21 km Cross-Run (mit 400 Höhenmeter). Um 7 Uhr in der Früh startete der Ultra an der Küste nahe dem Lion Heart Base Camp. In der ersten der beiden Schwimmrunden konnte der TGler nach der Wende auf Grund der Wellen die Leitbojen nicht erkennen und verpasste die Ideallinie. Ein Kajak der Organisation konnte ihn aber wieder zurücklotsen. Auf der zweiten Runde im Visier einer markanten Bergform ging es dann besser. Die alte versunkene Stadt Ranuli soll von den Triathleten überschwommen worden sein. Sven Wucherpfennig entstieg als 4. Gesamt nach 48:42 Minuten den Fluten des Schwarzen Meeres. Nach einer Zeit von 3:02 Minuten für den Wechsel (Transition 1) ging es dann auf die 116 km-Radstrecke.
Was sich auf dieser Radstrecke tat, darüber berichtet Sven Wucherpfennig: „Die Cross-Radstrecke war hervorragend gekennzeichnet und ausgeschildert, sodass der Verlauf sehr gut gefunden werden konnte. Es waren auch nicht die Höhenmeter mit dem höchsten Punkt von 391 Meter, sondern es war der Zustand der Strecke über solch eine lange Distanz. Eine solch schwierige Strecke hatte ich als ein doch Crosserfahrener noch nicht erlebt. Veranstalter und Mitstreiter hatten mich schon vorgewarnt, aber das nimmt man meist ja nicht so genau an. Viele Teilnehmer fuhren mit schlauchlosen Reifen und Fullys, bei denen die Federung nicht nur an der Gabel, sondern auch am Hinterbau gefertigt ist, um die vielen Unebenheiten abzumildern. Ich musste einen höheren Reifendruck wählen, um bei diesen Streckenverhältnissen keinen Platten zu riskieren. Dies hatte zur Folge, dass ich auf den sich langhinziehenden 116 Kilometer mehr als ordentlich durchgerüttelt wurde. Rücken, Knie und Hände machten sich schnell bemerkbar, aber das stufte ich in die Rubrik „Erfahrungssammlung“ ein. Als ich auf dem höchsten Punkt (391 Meter) angekommen war, rechnete ich mit einer „ausruhenden“ Abfahrt. Aber weit gefehlt! Die „Knüppelstrecke“ forderte in der Abfahrt viel mehr Aufmerksamkeit als auf dem Hinweg. Nach 5:45:00 Stunden – es war die 19.beste Zeit im gesamten Feld - für die 116 ungeahnt schwierigen Kilometer kam ich in das Lion Heart Base Camp zurück.“
Nach einer Wechselzeit von nur 1:48 Minuten ging es auf die 21 km lange, ebenfalls sich in schwierigem Gelände hinziehende Lauftrecke. Der Rundkurs hatte bei Kilometer 7,5 einen Berg von 128 Meter und bei Kilometer 16,2 den höchsten Punkt mit 213 Meter (Gesamtanstieg 453 m). Für die 21 km brauchte Sven Wucherpfennig 2:26:08 Stunden – die 18.beste Zeit unter den Teilnehmern. In einer Gesamtzeit von 9:04:40 Stunden beendete TG-Triathlet Sven Wucherpfennig den längsten Triathlon von Bulgarien als 12. Gesamt (von 120 Finishern). Er war der erste Deutsche, der das Event absolvierte, und konnte sich über einen hervorragenden 2. Platz in der Altersklasse M45 freuen.
Das Fazit von Sven Wucherpfennig: „Rundum eine schöne Veranstaltung! Das Miteinander der Athleten vor, während und nach der Veranstaltung war sehr herzlich. Der Veranstalter hatte sich sehr viel Mühe gegeben, um den Ablauf gut zu gestalten. Jeder Teilnehmer wurde per GPS vom Veranstalter überwacht und war auf einer großen Leinwand im Ziel für die Zuschauer auf der Karte zu verfolgen. Allen ausländischen Teilnehmern wurden vom Veranstalter Dolmetscher gestellt, um bei den Besprechungen alle wichtigen Infos weiterzugeben. Verpflegungsstellen auf der Strecke gab es nicht so häufig wie bei Veranstaltungen in Deutschland. Fazit: Ich werde im nächsten Jahr wieder dabei sein, aber mit besserem Radequipment.

PS. Meine Sportuhr zeigte für diesen Tag einen Verbrauch von 9.600 Kcal an!

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